Der Sinn der Mikrodosierung

Wie funktioniert’s?

Sehr kleine Mengen magischer Trüffel können gefahrlos eingenommen werden, diese Anwendung bezeichnet man als natürliche Mikrodosierung.

Jeden Morgen, oder wahlweise jeden zweiten oder dritten Tag, nimmt man eine abgemessene Menge frischer Trüffel mit dem Frühstück zu sich, quasi als Nahrungsergänzungsmittel. Innerhalb einiger Tage manifestieren sich deren Effekte im Alltagsleben, zum Beispiel:

Konzentrationsfähigkeit
Fähigkeit zur Empathie
Energie
Gelassenheit
Kreativität

Gleichzeitig hat man oft weniger Probleme mit:

Dauerstress
Stimmungsschwankungen
Gereiztheit
Suchtverhalten
Angstzuständen / Sorgen

Der Vorteil dabei ist, dass Wahrnehmung und Alltagsleben nicht beeinträchtigt werden, denn bei der Mikrodosierung sind die Effekte nie unmittelbar, sondern bauen sich über Tage und Wochen auf.

Das Ziel ist, ein besseres Leben zu leben und um das zu erreichen möchte man nichts nehmen das einem schadet oder einen einschränkt. Deswegen vertritt TNMS den Standpunkt dass wenn die Mikrodosierung einen am Arbeiten oder Teilnehmen am Strassenverkehr hindert, es keine Mikrodosierung ist.

Wenn man mikrodosiert, bedeutet das, dass:

Man die Dosis jeden Tag nehmen kann.

Man mit der Dosis alles kann was man ohne auch konnte.

Man keinen unmittelbaren Effekt spürt, die Langzeiteffekte stellen sich allmählich, nach ein paar Tagen ein. Weder “gute” noch “schlechte” unmittelbare Effekte sind für diese Definition akzeptabel, auch wer sich kurz nach der Einnahme enthusiastisch und energiegeladen fühlt, sollte begreifen dass dies noch keine Mikrodosierung ist. Kein Problem, einfach beim nächsten Mal weniger nehmen, bis die Effekte unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben.

Was tun psilocybinhaltige Pilze und Trüffel im Körper?

Tryptamine – so heissen die für die psychologischen Effekte der psilocybinhaltigen Fungi verantwortlichen Stoffe.

Psilocybin

Psilocybin, das am besten bekannte und am stärksten vorhandene Tryptamin in Zauberpilzen wird vom Körper zu Psilocin verarbeitet, welches dann im Gehirn Serotonin-Rezeptoren aktiviert.


Serotonin

Serotonin ist einer der wichtigsten Neurotransmitter (Botenstoffe des Gehirns), es ist weithin bekannt als “Stimmungsregler” und wird auch als Glückshormon bezeichnet, ist aber verantwortlich für weit mehr als nur gute Laune.

Hohe Serotoninlevel begünstigen eine aktive Lebensweise, fördern das Wachstum des Gehirns, machen uns stärker, gesünder, mutiger. Antidepressiva (SSRI) unterdrücken Depressionen indem sie den Abbau von Serotonin verlangsamen, sodass mehr davon im Gehirn präsent ist.

Mikrodosierung beliefert das Gehirn mit Psilocybin, welches Serotonin von der Struktur her so ähnlich ist, dass es im präfrontalen Kortex 5-HT2A-Rezeptoren aktivieren kann, die eigentlich für Serotonin bestimmt sind.

Die Stimulation dieser Rezeptoren sorgt für Veränderungen in der Neurochemie:
Produktion von Hormonen wie BDNF und Glutaminsäure, die das Wachstums des Gehirns fördern und eine erhebliche Rolle beim Lernen und Erinnern spielen.

So können neue Verbindungen im Gehirn entstehen, was mitunter die erhöhte Kreativität und Konzentrationsfähigkeit erklärt. Wir entdecken buchstäblich neue neurologische Wege und erkennen Zusammenhänge die ohne die Zufuhr von Psilocybin verschlossen oder nicht entdeckt waren.

Darstellung der Kommunikation verschiedener Hirnregionen (a) im Normalzustand (b) unter dem Einfluss von Psilocybin. In beiden Zuständen ist die Anzahl gesendeter Signale gleich, nur die Anzahl möglicher Wege ist anders.

Dass unsere Stimmung sich ebenfalls bessert, wir weniger Zeit mit besorgten Grübeleien und sich ewig wiederholenden Tagträumen verbringen, liegt daran dass durch Stimulation des 5-HT2A-Rezeptoren die Aktivität unseres „Ruhezustandsnetzwerkes“ (Default mode network = DMN) heruntergefahren wird.

Dieses Netzwerk ist u.a. verantwortlich für Tagträume, aber eben auch Sorgen, übertrieben kritische Analysen der Vergangenheit und Zukunft, sowie Grübeln über das Ich.

„Ich kann eben nicht aus meiner Haut“, so erklären wir mitunter dass uns ewig die gleichen Gedanken verfolgen. Tatsächlich ist es oft schwer, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und übermässige Aktivität des DMN ist vor allem in Menschen mit Depressionen gemessen worden.

Mikrodosierung kann dabei helfen, obsessives Tagträumen und Sorgen einzudämmen, indem sie die Aktivität des DNM abbremst, wodurch mehr Kapazität für andere geistige Aktivitäten frei ist – etwa die Konzentration auf das Hier und Jetzt. So nehmen Stress, Sorgen und damit auch Gereiztheit ab.

Grosse Mengen von Psilocybepilzen können sogenannte “mystische Erfahrungen” auslösen, die auch grosse Auswirkungen auf Weltbild und Persönlichkeit haben können.

Dies erfordert jedoch intensive Vorbereitungen und grosse Entschlossenheit, und geht ausserdem einher mit dem Risiko, unangenehme Erfahrungen zu machen, etwa wenn verdrängte Ereignisse aus der Vergangenheit ins Bewusstsein gelangen und verarbeitet werden müssen.

Für solche psychedelischen Einsichten wird dringend empfohlen, extensive Recherche zu betreiben und sich zunächst mit dem Entheogen (in diesem Falle Psilocybepilze) vertraut zu machen.

DISCLAIMER:
Laut dem deutschen Betäubungsmittelgesetz sind Psilocybepilze und -trüffel nur legal, solange nicht die Absicht besteht, damit Rauschzustände herbeizuführen. Jegliche Artikel auf TNMS sollen lediglich der Aufklärung dienen und nicht zu illegalen Handlungen aufrufen.

TNMS konzentriert sich ausschliesslich auf die Praktik Mikrodosierung und vertritt den Standpunkt dass diese vom deutschen Gesetz ausdrücklich gestattet ist, da vom Anwender zu keinem Zeitpunkt eine akute Veränderung des Bewusstseins beabsichtigt ist.

Der medizinische Wert von Psilocybin, auch in höheren Dosen, ist zurzeit Thema hitziger Debatten vor allem in den USA und Grossbritannien, wo Mediziner und Psychologen argumentieren, dass die Einstufung des Psilocybins als “Stoff ohne medizinischen Wert mit Hohem Potential zum Missbrauch” ungerechtfertigt ist.

Die Ächtung des noch zu wenig erforschten aber extrem vielversprechenden Stoffes behindere die Forschung immens und verhindere so auch, dass etwa Patienten mit Behandlungsresistenter Depression, Parkinson oder Posttraumatischer Störung Heilung erfahren.